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Jugendarbeitslosigkeit in Europa: Programme mit Geld und Zwang schaffen keine Arbeit

02.09.2014

Mainz, 29. August 2014. Mit Skepsis betrachtet die Bundesinnung der Hörgeräteakustiker (biha) die derzeitigen Pläne einiger EU-Mitgliederstaaten in Europa, mit „Geldspritzen“ gegen die Jugendarbeitslosigkeit vorzugehen . Nach offiziellen Angaben sind momentan 5,1 Millionen junge Europäer auf der Suche nach einer Stelle. Die Quote in Griechenland und in Spanien liegt mit über 50 Prozent erschreckend hoch, in Deutschland beträgt sie nur 7,8 Prozent.

Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben insgesamt 6 Milliarden Euro für die Jahre 2014 und 2015 zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit bereitgestellt, womit Praktika, Weiterbildungen oder Starthilfen für Selbstständige unterstützt werden sollen. 20 der 28 EU-Mitgliederstaaten (Deutschland zählt nicht dazu) haben einen Anspruch auf eine Geldleistung aus dem Fonds. Hinzu kommt eine österreichische Initiative sich zu verpflichten, Jugendlichen unter 25 Jahren spätestens vier Monate nach Ende ihrer Ausbildung oder nach Verlust eines Arbeitsplatzes eine neue Stelle, eine Ausbildung oder ein Praktikum zu verschaffen. Italien und Frankreich wollen die „Jugendgarantie“ für ihre Länder übernehmen.

Die Bundesinnung betrachtet diese europäische Entwicklung mit Sorge. „Mit bloßen Geldspritzen oder Zwang wurden bislang weder langfristig, noch dauerhaft Arbeits- oder Ausbildungsplätze geschaffen“, erklärte Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörgeräteakustiker. „Wir sind vom dualen System in Deutschland überzeugt, das sich insbesondere im Handwerk seit vielen Jahrzehnten bewährt. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten sollten das Erfolgsmodell ‚Duale Ausbildung‘ zum Vorbild nehmen.

Sie fordert, dass sich Bildungspolitiker vielmehr Gedanken machen sollten, wie junge Menschen von der handwerklichen Ausbildung und den damit verbundenen Karriereperspektiven überzeugt werden können.

In der Hörakustik liegt die Ausbildungsquote bei 20 Prozent. Das ist ein Spitzenwert in der deutschen Wirtschaft. Der Frauenanteil ist dabei überdurchschnittlich hoch. Die Fachgeschäfte in der Hörakustik, in der grundsätzlich Meister-Präsenzpflicht besteht, sind von der dualen Ausbildung überzeugt. 

V.i.S.d.P.:

Bundesinnung der Hörgeräteakustiker (biha) KdöR Wallstraße 5, 55122 Mainz; Internet: www.biha.de; Telefo n: 06131 965 600; Jakob Stephan Baschab und Eric Zimmermann; E-Mail: info@biha.de

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