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Gesundheitsmagazin „Visite“ des NDR berichtet: Unbehandelte Schwerhörigkeit ist Hauptrisikofaktor für Altersdemenz und Altersdepression

23.06.2015
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Mainz, 22. Juni 2015. Das Gesundheitsmagazin „Visite“ des Norddeutschen Rundfunks (NDR) berichtete in seiner aktuellen Sendung, dass Schwerhörigkeit ein entscheidender Auslöser von Altersdemenz sein kann. HNO-Ärzte bezeichnen laut der Sendung „eine unbehandelte Altersschwerhörigkeit als Hauptrisikofaktor für Altersdemenz und Altersdepression“. Die Redaktion berichtet, dass schlecht Hören nicht nur ein Nachteil im täglichen Leben ist, sondern auch schlecht für das Gehirn sein kann. Im Schnitt dauere es sieben Jahre vom beginnenden Hörverlust bis zum ersten Hörgerät – eine lange Zeit, die negative Auswirkungen auf die Gehirnfähigkeit haben könnte. Eine unbehandelte Schwerhörigkeit kann deshalb gravierende Folgen haben, heißt es in der Sendung des NDR. Ein Mediziner berichtet im Fernsehinterview, dass ältere Menschen mit einer starken Schwerhörigkeit ein vierfach höheres Risiko zur Demenz besitzen oder zumindest kognitive Einbußen erleiden.

Schwerhörigkeit führt dazu, dass sich Menschen zurückzögen. Das Gehirn müsse aber regelmäßig trainiert werden, weshalb der hörbedingte Rückzug auch schlecht für das Gehirn sei. Denn: Es baut bei Betätigung Nervenverbindungen auf. Genauso kann es aber auch Nervenverbindungen abbauen, wenn es nicht benutzt wird, erklärte ein Geriater gegenüber dem Sender. Schwerhörigkeit kann man durch das Tragen eines Hörgerätes entgegenwirken. Sind Schwerhörige mit einem Hörgerät versorgt, nehmen sie aktiv am Alltag und an Gesprächen teil. Das schütze vor geistigem Abbau und Demenz, so das NDR-Magazin.

Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörgeräteakustiker, erklärt hierzu: „Unbehandelte und unversorgte Schwerhörigkeit kann fatale Folgen haben: Das Gehirn kann sich an den Hörverlust gewöhnen. Deshalb ist es wichtig, möglichst rechtzeitig mit der Hörgeräteversorgung zu beginnen. Die NDR-Sendung deckt die möglichen Folgeschäden von unversorgter Schwerhörigkeit auf: Altersdemenz und Altersdepression.“ Frickel, selbst Meisterin vom Fach, empfiehlt daher, regelmäßig beim Hörakustiker vor Ort einen Hörtest zu machen, um sicher zu gehen, dass das Gehör funktioniert. Je schneller mit der Versorgung bei einem Hörverlust begonnen wird, umso einfacher und erfolgreicher wird die Nutzung des Hörsystems. Der NDR-Beitrag zeigt einmal mehr, dass in einer rechtzeitigen und qualitativ guten Hörgeräteversorgung nicht nur die Bekämpfung von Schwerhörigkeit steckt, sondern auch wirksame und aktive Prävention von negativen Begleiterkrankungen wie Demenz und Depression.

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