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Je lauter, umso besser? - Bei Lärm im Stadion gibt’s was auf die Ohren

09.06.2016
biha logo

Mainz, 8.6.2016. Am 10. Juni 2016 startet die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich: Vier Wochen lang spielen 24 europäische Mannschaften um den Pokal. Heiß wird es hergehen – und laut. Denn Fußball und Lärm gehören im Stadion einfach zusammen.

Dabei sind die Fan-Gesänge und Begeisterungs- oder Buh-Pfiffe nicht harmlos: Galatasaray Istanbul hat es mit gemessenen 131 Dezibel als lauteste Fußball-Fans der Welt in das Guinness Buch der Rekorde geschafft (2013). Die lauteste Mannschaft Deutschlands 2015 waren – nach Meinung der Fans – mit gemessenen 129 Dezibel der HSV und Schalke. Zum Vergleich: Ein Düsenjet bringt es auf 130 Dezibel. Grundsätzlich liegt die Lärm-Belastung für den Zuschauer im Stadion im Schnitt bei 105 Dezibel. Im Arbeitsleben ist ab einer (Dauer-) Lärmbelastung von mehr als 85 Dezibel das Tragen eines geeigneten Hörschutzes Pflicht.

Gefährlich laut wird es auch beim Einsatz von Fan-Utensilien: Tröten, Fanfaren und Vuvuzelas. Gerade letztere stellen eine gesundheitliche Gefahr dar, auch wenn so mancher Fußballfan das anders sieht. Mit einem Schalldruckpegel von mehr als 130 Dezibel kann sich der Vuvuzela- Lärm der Schmerzschwelle nähern und sogar überschreiten. Beim Einsatz von aufblasbaren Klatschhilfen wird ein Schallpegel von 120 Dezibel im näheren Umfeld erreicht. Gemessen wurde das von der Akademie für Hörgeräte-Akustik in Lübeck.

Gönnen die Fans ihren Ohren keine ausreichende Ruhephase, kann es unmittelbar zu Beeinträchtigungen des Hörvermögens bis hin zur kurzfristigen Schwerhörigkeit kommen sowie zu Geräuschen im Ohr, allgemein bekannt als Tinnitus. So kann sich ein Besuch im Stadion auf die Gesundheit auswirken, nicht nur weil das Mitfiebern den Blutdruck zeitweise in schwindelerregende Höhen schickt, sondern weil der Dauerlärm die Gesundheit schädigen kann.

„Auch wenn wir es nicht merken: Grundsätzlich wirkt Lärm sich auf den gesamten Organismus aus, er stresst uns“, sagt Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung für Hörgeräteakustiker (biha). „Daraus resultieren Veränderungen bei Blutdruck, Herzfrequenz und anderen Kreislauffaktoren. Bei zu großem, dauerhaftem Lärm wird außerdem das Innenohr unwiderruflich geschädigt.“

Fußballbegeisterte, die dem Stadionlärm standhalten möchten, sollten sich mit einem professionellen Gehörschutz ausstatten. Der Standard-Gehörschutz ist aus weichem Kunststoff in verschiedenen Größen und Farben erhältlich. Sein Dämmwert – der Wert um den der Lärm gesenkt wird – liegt bei etwa 35 Dezibel.

Ein individuell angefertigter Gehörschutz passt dagegen nicht nur anatomisch perfekt, sondern kann durch spezielle Filter erwünschte Töne durchlassen, den Lärm aber professionell dämmen. Er ist also der ideale Begleiter, um im Stadion mit zu diskutieren und dennoch seine Ohren zu schützen. Hörakustiker nehmen dafür eine Abformung vom Ohr, nach deren Vorbild sie dann den Gehörschutz herstellen. Erhältlich ist er bei allen Hörakustikern – der ideale Begleiter nicht nur für die lautesten Stadien der Welt.

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Mit circa 6.000 Hörakustiker-Betrieben und rund 14.500 Hörakustikern versorgt das Hörakustiker- Handwerk bereits etwa 3,5 Millionen Menschen in Deutschland mit qualitativ hochwertigen, volldigitalen Hörsystemen. Die Bundesinnung der Hörgeräteakustiker KdöR (biha) vertritt die Interessen der Hörakustiker in Deutschland.

V.i.S.d.P.:
Bundesinnung der Hörgeräteakustiker (biha) KdöR
Wallstraße 5, 55122 Mainz
Internet: www.biha.de
Telefon: 06131 965 60-28
Dr. Juliane Schwoch
E-Mail: schwoch@biha.de

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