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Natur | Hören in der Tierwelt

Wie Tiere sich Gehör verschaffen

Dass das Gehör mancher Tiere weitaus besser ist, als das von uns Menschen ist hinlänglich bekannt. So ist es z.B. nichts Neues, dass unsere besten Freunde, Hund und Katze, wesentlich besser hören als wir. Auch von vielen Vogelarten, speziell den Nacht- und Greifvögeln, weiß man, dass sie außer einem extrem scharfen und lichtempfindlichen Auge auch ein besonders gutes Gehör besitzen.

An dieser Stelle nun soll einmal von zwei ganz anderen faszinierenden Varianten des Gehörsinns die Rede sein. Beide Ohrentypen sind einfacher gebaut. als das des Menschen, aber in ihrer Funktionalität genauso genial angelegt. Zum einen geht es hier um das Ohr verschiedener Nachtfalterarten (Eulenfalter, Bärenspinner, Spanner); zum anderen um das Seitenlinienorgan der Fische.

Akustische Signale im Ultraschallbereich

Die natürlichen Feinde der Nachtfalter sind die Fledermäuse. Bekanntlich orientieren sich die Fledermäuse in der Dunkelheit mittels akustischer Signale im Ultraschallbereich. Sie benutzen den Schall, um sich ein Bild von ihrer Umwelt zu machen. Auf diese Weise erkennen sie auch ihre Beute.

Die Nachtfalter wären den Jägern hilflos ausgeliefert, wenn nicht auch sie im Laufe der Entwicklung neben anderen Schutzmechanismen akustische Früherkennungsanlagen entwickelt hätten. Diese Früherkennungsanlage ist - im Sinne eines Schallaufnahme- und Schallweiterleitungsaparates - ein Ohr!

Die Ohren der Nachtfalter liegen in ihrer Taille unter dem zweiten Flügelpaar. Sichtbar sind von außen zwei kleine Öffnungen, die mit einer Membran verschlossen sind. Diese Membran ist das Trommelfell der Nachtfalter. Direkt hinter der Membran befinden sich, in einen Luftsack eingebettet zwei Nervenenden, die bei Schwingungen des Trommelfells gereizt werden und dann Signale an das Falterhirn senden.

Das eine der beiden Nervenenden ist sensibler als das andere, so dass bei unterschiedlicher auftreffender Lautstärke entweder nur das eine sensiblere Nervenende oder aber beide Nervenenden gereizt werden. Die Tonhöhe kann der Falter so aber nicht erkennen. Hier erkennt man eines der Grundgesetze der Natur: so kompliziert wie nötig, so einfach wie möglich.

Lauter Schall bedeutet Gefahr

Jeglicher Lärm bedeutet deshalb des nachts für den Falter Alarm. Es könnte ja eine Fledermaus sein. Je lauter der Schall ist, desto näher ist die Gefahrenquelle. Die Ultraschallortungen der Fledermäuse sind mit bis zu 100 Phon lauter als ein Presslufthammer, der mit 90 Phon arbeitet.

Schon von weitem erkennt also der Falter, dass Gefahr im Anflug ist. Die Fledermaus kann ihn aber erst ab einer Entfernung von 6 Metern orten. Aber wie erkennt der Falter, woher die Fledermaus kommt?

Der Falter kann zwischen rechts und links differenzieren, da er die zeitlichen Unterschiede des Auftreffens eines Geräusches auf beide Ohren bis hin zu Bruchteilen einer tausendstel Sekunde erkennen kann. Er hört also den Ultraschall seines Feindes auf der Anflugseite eher.

Differenz der Lautstärkenempfindung

Bei der Entscheidung, ob der Feind von oben oder unten kommt bedient sich der Falter seiner Flügel. Dies ist sinnvoll, da die Flügel des Falters die Höröffnungen bei tiefer Flügelhaltung bedecken, bei erhobenen Flügeln jedoch nicht. Kommt der Schall also von oben, wird er bei jeder Flügelhaltung gedämpft, also leiser empfunden. Kommt der Angreifer jedoch von unten ergibt sich eine Differenz der Lautstärkenempfindung zwischen erhobenen und gesenkten Flügeln.

Dass der Falter jeglichen Lärm in der Nacht für Gefahr hält, kann man übrigens in einem sehr einfachen Experiment selbst nachvollziehen. Man braucht nur ein dünnwandiges Weinglas und einen feuchten Korken, mit dem man durch Reiben des Glasrandes  hohe Töne erzeugt. Wenn nun Falter der vorher beschriebenen Arten um eine nahe Lampe schwirren, werden diese sofort wie nasse Säcke zu Boden fallen und versuchen, sich so vor der vermeintlichen angreifenden Fledermaus zu retten.

Das Ohr der Fische

Das Ohr der Fische dient dazu, Strömungen des Wassers zu erfassen und die Strömungsquelle zu orten. Sichtbar ist das Ohr als Seitenlinienorgan an der rechten und linken Körperseite der Fische.

Die Fische haben allerdings auch noch ein zweites Ohr direkt in Hirnnähe. Jedoch können sie damit nur Schallquellen und Strömungen wahrnehmen und nicht orten. Die Seitenlinienorgane der Fische bestehen aus vielen kleinen Öffnungen, die ähnlich denen des Falters mit einer trommelfellartigen Membran verschlossen sind. Die Öffnungen sind durch ein Schlauchsystem miteinander verbunden. Auftreffende Druckwellen des Wassers versetzen die im Schlauchsystem befindliche Flüssigkeit - ähnlich der Lymphe des menschlichen Ohres - in Schwingungen.

In die Flüssigkeit wiederum sind, ähnlich wie beim menschlichen Ohr, feine Sinneshärchen eingebettet, die allerdings hier nicht direkt durch die Strömung der Flüssigkeit gereizt werden. Vielmehr werden die Sinneshärchen durch ein in eine gallertartige Substanz eingelagertes Kalksteinchen (Hörstein) gereizt, das bei Strömungen im Schlauchsystem auf die Sinneshärchen drückt. Aufgrund der Vielzahl der Höröffnungen im Seitenlinienorgan kann der Fisch auftreffende Druckwellen- nichts anderes ist der Schall- ziemlich genau orten. In Verbindung mit seinem hirnnahen Ohr kann der Fisch aIso die Qualität der auftreffenden Schallwellen und die Richtung, aus die der Schall kommt genau bestimmen.

Man sieht also, dass im Bereich der Tierwelt auch auf andere Weise ohrenähnliche Gebilde zur Orientierung entwickelt wurden und auch erfolgreich eingesetzt werden. Der Mensch hat das Echolot der Fledermaus ebenso wie den Schalldetektor des Nachtfalters inzwischen nachgebaut. Mit der Technologie der Fische bewegen sich inzwischen unbemannte U-Boote in den Ozeanen dieser Welt.

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